8. März 2011

umgezogen

ich bin umgezogen, nicht nur im wirklichen leben
mein neues virtuelles domizil ist

http://www.cafetin2.blogspot.com/

wer also lust hat reinzuschauen

13. September 2009

impressionen aus lauterbach


9. September 2009

zwetschgenkuchen



dieses jahr ist alles etwas früher, so sind auch schon die "richtigen" kuchenzwetschgen" reif, späte zwetschgen, die auch vollreif noch schnittfest sind, zuckersüss und wenig saft abgeben.
eine freundin hat 3 bäume im garten, die dieses jahr so übervoll hängen, das schon äste abgebrochen sind.
hier durfte ich ernten und ich habe zwetschgenkuchen auf vorrat gebacken.ich liebe den kuchen puristisch, d.h. mit einem dünnen hefeteig, der fast mehr ein brotteig ist, wenig süss und auch die früchte zuckere ich nicht.
diesen kuchen lauwarm mit schlagsahne genossen, mehr braucht man nicht.
na vielleicht noch einen tee oder kaffee und ein zweites oder auch drittes stück.

zwetschgenkuchen
400 g mehl
30 g hefe
75 g zerlassene butter
130 ml lauwarme milch
2,5 kg zwetschgen
etwas mehl, hefe, etwas zucker und die lauwarme milch zu einem vorteig verrühren und diesen etwa 20 min gehen lassen, dann die restlichen zutaten und eine prise salz untermischen und den teig kräftig kneten.
dann etwa 1 std gehen lassen.
den teig nochmals kräftig zusammenschlagen, ausrollen und ein gefettetes backblech damit auslegen. die zwetschgen entkernen, d.h. durch einen kreuzschnitt zu 4 zusammenhängenden vierteln aufschneiden und den kuchen dicht belegen. das obst sollte quasi stehen.
falls viel obstsaft zu erwarten ist, kann man den hefeteig zuerst noch mit semmelbröseln bestreuen.
den hefeteig nochmals gehen lassen und im vorgeheizten ofen bei 175 grad kräftig braun backen.
man kann diesen kuchen sehr gut einfrieren, dazu portionsweise noch lauwarm in beutel einschweissen und sofort einfrieren.
zum essen den gefrorenen kuchen in den ca. 100 grad heissen ofen geben und so ca. 10 min auftauen.

4. September 2009

latwerge

latwerge auf dunklem brot, luxus pur.


latwerge, hier im hessischen der begriff für stark eingekochtes pflaumenmus, wurde zu zeiten meiner grosseltern noch in gemeinschaftsarbeit mit nachbar im waschkessel gekocht.
der kessel aus kupfer oder messing eignete sich durch seine grösse und befeuerbarkeit dafür gut.
in gemeinschaftsarbeit wurde deshalb gearbeitet, weil man die ganze nacht die masse rühren musste, damit sie nicht anbrennt und weil natürlich das feuer unter dem kessel nachgelegt werden musste. man wechselte sich hierbei ab.
das mus in steinguttöpfe abgefüllt und im kühlen keller gelagert, hielt sich ewig.
wenn das mus mit der zeit zu fest wurde, konnte man es sehr gut mit schwarzem kaffee aufrühren, was ihm eine besondere note gab.

meine eltern haben sich dieser mühe nicht mehr unterzogen.

heute gibt es die möglichkeit, das latwerge im elektrobackofen zumindest ohne durchwachte nacht zu erstellen, zeit muss man aber trotzdem mitbringen.
einmal im jahr unterziehe ich mich dieser prozedur, da das endresultat köstlich ist.


latwerge
5 kg zwetschgen, sehr reif
1150 g zucker

die zwetschgen entsteinen und mit dem zucker mischen. einige nelken, eine zimtstange und 10 frische walnusskernen - die sind im moment noch nicht ganz reif und so soll es auch sein - dazugeben und über nacht saft ziehen lassen.
ich verwende zum kochen meinen gusseisernen bräter und diese menge geht gerade hinein.
die früchte im backofen mit reiner unterhitze auf der untersten schiene bei 80 – 100 grad langsam garen und dann die masse einreduzieren lassen.
die prozedur dauert so etwa 20 – 30 stunden mit den notwendigen unterbrechunge, denn man sollte tunlichst zumindest in der wohnung bleiben und ab und zu die masse umrühren.
wenn man das haus verlässt oder während des schlafes den ofen abschalten!!!
ich war einmal so verwegen dies nicht zu tun und musste das mit ca. 2 cm festgebrannten brikett auf dem ofenboden büsen, was 2 tage putzen zur folge hatte.
nach der hälfte der zeit kann man die masse mit einem pürierstab durchmixen.
fertig ist das latwerge, wenn es zähflüssig und schwarzbraun ist.
dann einfach wie marmelade in gläser abfüllen.