13. Juni 2009

bagels, eine leckere brötchenvariante




anregt von einem post aus hannah’s blog über das barcomi‘s in berlin habe ich mich heute zum ersten mal an bagels gewagt. hefeteig ist für mich kein problem, etwas ungewöhnlich ist allerdings die prozedur, den gegangenen teig in heissem wasser zu tauchen, bevor er in die röhre kommt.
das erinnerte mich an die herstellung von laugenbrezeln, an die hatte ich mich bislang noch nicht gewagt.
einer der bagels wurde dann kurzweg zu testzwecken missbraucht und in ein auf die schnelle hergestelltes laugenbad gegeben. es war allerding zu kurz, das ergebnis war noch nicht überzeugend.
das laugengebäck werde ich morgen nochmals ausprobieren.
hier das rezept für die bagels:

bagels
500 g mehl
1 päckchen trockenhefe
330 ml lauwarmes wasser
1 el zucker
1 el salz
alle zutaten in der küchenmaschine kurz durchkneten, 30 min gehen lassen, dann nochmals ca. 10 min durchkneten lassen.
nun den teig zu 8 kugeln formen, diese abflachen und in der mitte ein loch einarbeiten, nicht zu knapp, damit es beim gehen des teiges nicht wieder verschwindet.
nun die bagels ca. 30 min gehen lassen, dann in heisses wasser tauchen, auf ein blech mit backpapier legen und im ofen ca. 20 min backen.
das ur-rezept sagte zwar, dass sie in den auf 200 ° vorgeheizten ofen kommen sollen, wie bei hefeteig üblich.
ich habe sie schon bei ca. 150 ° in den ofen geschoben, was sich als richtig erwiesen hat, da sie so wunderschön aufgegangen sind.
mein laugengebäckversuch kam dann in den bereits heissen ofen, weshalb er nicht so schon aufging.

ps:
ich habe mich nun etwas schlau gemacht und hier eine kleine historische abhandlung, loch in der mitte und kochen im wasser betreffend:
der bagel kommt aus der jüdischen küche.
der teig wurde einen tag eingekühlt, somit konnte man den bagel auch direkt nach dem shabbat, an dem nicht gearbeitet werden durfte, frisch backen.
deshalb wurde er, sprich die hefebakterien dann wohl auch durch das tauchen in heisses wasser oder honigwasser zu neuem leben erweckt.
das loch in der mitte entstand deshalb, damit man ihn auf holzstangen fädeln und transportieren konnte, ohne ihn direkt anfassen zu müssen.
ist interessant und macht alles sinn.

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